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Chip-Info

Ab 3 Juli 2004 braucht ein Hund für die Reise in EU-Länder einen Mikrochip, wenn die Tätowierung nicht gut lesbar oder nicht vorhanden ist.

hund chippen

Vorteile:
Das Chipen der Hunde bringt viele Vorteile. Geht ein Tier verloren, können sowohl die Besitzer sofort ausfinding gemacht werden, wie im umgekehrten Fall auch das Tier - ohne große Suchaktionen der Polizei und Tierheimen.
Bei einem Unfall ist eine schnelle Identifikation möglich und das Aussetzen von Hunden dürfe kaum mehr vorkommen, da der Besitzer ja sofort ermittelt wäre.
Zudem können die Halter von aggressiven Hunden erfasst werden. Auch administrativer Aufwand würde reduziert, denn der Chip könnte dereinst die Hundemarke ersetzen.

Ungefährlich und schmerzlos:
Dem Hund einen Mikrochip einzusetzen ist sehr einfach. Er wird vom Tierarzt oder der Tierärztin mit einer Spezielspritze auf der linken Halsseite unter die Haut des Tieres injiziert. Der Vorgang ist vergleichbar mit einer Impfung. Das Tier spürt im Gegensatz zur schmerzhaften Tätowierung praktisch nichts.
Eine kleine, sterile, nicht reizbare Glaskapsel (techn. Bezeichnung: Transponder), so klein wie ein Reiskorn, einhält einen Mikrochip und eine Antenne, welche Lebenslänglich funktionstüchtig bleiben. Der Transponder wird nur von einen Lesegerät aktiviert, verschiebt sich kaum unter der Haut, zerbricht bei einem Aufprall nicht und kann von aussen weder zerstört, noch kann die Zahl verändert werden.

Der 15-stellige Zahlencode auf dem Mikrochip wird weltweit nur einmal vergeben und ist in der Datenbank von ANIS (Animal Indentity Service AG) in Berni registriert. Chip und Lesegerät entsprechen seit 1996 dem ISO-Standard und sind auch im Ausland kompatibel. Eine Ausnahme bilden lediglich die USA und Kanada.

ALLGEMEINE FRAGEN UND ANTWORTEN ZUM THEMA "CHIPPEN"

Ist das Chippen gefährlich für den Hund, wegen einer Infektion?
Nein, das Markieren eines Tieres mit einem Transponder birgt bei einer korrekt durch den Tierarzt durchgeführten Implantation keinerlei Infektionsrisiko oder Schmerzen. Die Chips werden nach strengen Richtlinien, genau wie Injektionsspritzen und -nadeln, durch Ethylenbegasung, sterilisiert.

Kann der Hund von dem Chip eine Blutvergiftung bekommen?
Der Hund kann vom Chip keine Blutvergiftung bekommen, da der Chip strerilisiert wurde und keine giftigen Materialien enthält. Die einzige Substanz mit der der Organismus in direkten Kontakt kommt ist die 100%ig verträgliche Hülle aus Bioglas.

Sind auf dem Chip auch Daten vom Besitzer gespeichert?
Nein, auf dem Chip sind keine Besitzerdaten gespeichert. Jeder Chip enthält ausschließlich einen, weltweit nur einmal vergebenen, 15-stelligen Identifikationscode. Die Daten der Besitzer können in eigenen Datenbanken gespeichert werden, wo sie mit dem Code, nur von dazu authorisierten Personen, abgefragt werden können, so wie beim Menschen Daten an Hand der Sozialversicherungsnummer abgefragt werden können

Warum soll mein Tier in einer Datenbank registriert werden?
Da der Chip nur eine Identitätsnummer enthält müssen alle Daten in einer Datenbank gespeichert werden. Diese ermöglicht auch eine Rückführung entlaufener Tiere innerhalb kürzester Zeit. Vielen Hunden und Katzen können dadurch lange Aufenthalte in diversen Tierheimen erspart bleiben und die Besitzer müssen nicht lange in der Ungewissheit über das Schicksal ihrer Tiere bleiben.

Was kostet es mich mein Tier mit einem Mikrochip markieren zu lassen?
Zur Zeit ca. € 45,- für den Chip plus ca. € 13,- für die lebenslange Registrierung in der Datenbank. Das entspricht bei einer die Lebenserwartung von ca. 14 Jahren Kosten von € 4,15 pro Jahr.

Wie sieht die gesetzliche Situation aus?
Hunde werden in einigen (wenn nicht sogar allen) Bundesländern in Zukunft mittels Mikrochip markiert werden müssen. Ziel dieser Gesetzgebung ist es, gefährliche Hunde (das sind Hunde die schon wiederholt gebissen haben) besser kontrollieren zu können, was sowohl dem Schutz der Menschen als auch aller friedfertigen anderen Hunde dient.(eine Art Vorstrafenregister)à nur so können jene schwarze Schafe unter den Hundehaltern zur Verantwortung gezogen werden, wegen denen jetzt leider der der Großteil der seriösen Hundehalter in Miskredit geraten ist.

Wenn man das Chippen nicht will, muß man es trotzdem machen lassen?
Wenn die Kennzeichnung von Hunden per Gesetz vorgeschrieben wird, muß jeder Hund markiert werden, so wie man selbst nach der Geburt registriert wurde und eine Sozialversicherungsnummer erhalten hat. Wie die eindeutige Kennzeichnung von Tieren genau zu erfolgen hat, wird vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Wenn dieser alternative Kennzeichnungen, wie zum Beispiel die Tätowierung, zuläßt kann der Tierbesitzer zwischen elektronischer Kennzeichnung und der alternativen Methode wählen. Allerdings gibt es zur Zeit keine Kennzeichnungsform, die die gleiche Sicherheit und Eindeutigkeit gewährleistet wie der Chip. Eine Tätowierung ist darüber hinaus, im Gegensatz zum Setzen eines Chips, sehr schmerzhaft und darf in vielen Ländern, aus Gründen des Tierschutzes, nur mehr unter Narkose durchgeführt werden. Der einzig denkbare Grund warum manche Hundebesitzer ihre Tier nicht eindeutig kennzeichnen lassen wollen ist, daß man ein solches, mit einem Chip markiertes, Tier im Prinzip nicht mehr so leicht loswerden kann (z.B. durch aussetzen), wie ein herkömmlich gekennzeichnetes (tätowiertes) Tier. Verantwortungsvolle Hundebesitzer, die an ihrem vierbeinigen Kameraden hängen, werden schon allein deshalb kein Problem mit einer Chipmarkierung haben, weil diese eine Versicherung darstellt, daß ihr Hund, sollte er entlaufen, so schnell wie möglich wieder zu Hause ist und ihm dadurch ein längerer Tierheimaufenthalt erspart bleiben kann.

Wie wird das Chippen kontrolliert?
Wer die Kontrolle der Hunde durchführt, steht bis zum jetztigen Zeitpunkt noch nicht fest. Die Routinekontrolle der Chips kann theoretisch von jeder Behörde durchgeführt werden, die dazu beauftragt wird. In Fällen, bei denen Hunde krimineller Halter eine Gefahr für die Umgebung darstellen, oder bei Vorfällen durch gefährliche Hunde mit Personenschaden, wird sicherlich weiterhin die Polizei, unter Umständen ähnlich wie in Frankreich mit einer eigenen speziell dafür ausgebildeten "Hundepolizei", die Kontrolle durchführen.

Ist der Chip ist von außen umzuprogramieren oder zu löschen?
Der Chip ist ein ROM (Read Only Memory) und daher nicht umprogrammierbar. Er kann von außen nur durch hochfrequente Mikrowellen zerstört werden, deren Wirkung allerdings auch das Tier nicht überleben würde.

Kann der Chip kann von Sateliten geortet werden?
Nein, der Chip dient ausschließlich zur Identifikation des Tieres. Er enthält weder eine Batterie noch sendet er ununterbrochen irgendwelche Signale. Durch die Antenne des Lesegerätes wird der Chip aktiviert und sendet 40 Millisekunden (40 Tausendsdel Sekunden) lang seinen Code, der vom Lesegerät empfangen und angezeigt wird.

Ich habe von Bekannten gehört, daß Chips im Körper herumwandern und in unterschiedliche Organe eindringen können. Stimmt das?
Nein, der Chip bleibt immer unter der Haut und stellt keinerlei Bedrohung für die Gesundheit dar.

Sind zum Ablesen von Tanspondern unterschiedlicher Hersteller jeweils eigene Lesegeräte notwendig?
Nein, im Jahr 1996 wurden die ISO Normen 11784 und 11785,2 geschaffen, um eine Vereinheitlichung und Kompatibilität verschiedener Fabrikate untereinander zu gewährleisten,
I. Seit September 2000 vorigem Jahr werden in Österreich von allen Herstellern ausnahmslos nur mehr ISO Chips verkauft.
II. außerdem gibt es Lesegeräte, die sämtliche auf dem Markt befindliche Chips lesen können, dh.auch Chips die vor dem Jahr 1996 produziert wurden und den ISO Standards 11784 und 11785,2 nicht entsprechen.

Können auf dem Chip sind persönliche Daten der Besitzer gespeichert werden?
Nein, der Chip enthält ausschließlich seinen weltweit nur einmal vergebenen 15 stelligen ISO-Code. Diesem Code können in der Datenbank diverse Besitzerdaten zugewiesen werden, die, aus Gründen des Datenschutzes, nur von authorisierten Personen abgerufen werden können.

   



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