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Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort "Tierschutz" überhaupt geschaffen werden musste.

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Pflegestellen

PFLEGESTELLEN

Pflegestelle, was ist das?
Eine Pflegestelle ist eine Zwischenstation zwischen Tierheim und endgültigem Zuhause. Sie nehmen ein in Not geratenes Tier auf und geben ihm bis zur endgültigen Vermittlung ein vorübergehendes Zuhause. Oft retten Sie ihm so das Leben und helfen ihm, seine Vergangenheit schneller zu überwinden.
Eine wichtige Tierschutzarbeit, auf die wir angewiesen sind. Wie vielen Tieren wir helfen können hängt entscheidend davon ab, wie viele Pflegeplätze zur Verfügung stehen.

Pflegestelle, warum?
In Pflegestellen leben die Vierbeiner mit Menschen zusammen in Haus oder Wohnung statt einsam im Zwinger. So kann man gezielt auf ihre Bedürfnisse eingehen und ihnen schneller helfen, die Vergangenheit zu überwinden. Die meisten Tiere, die untergebracht werden müssen haben Schlimmes erlebt. Sie können verletzt sein, Wunden, Knochenbrüche usw. haben, sind oft geschwächt und abgemagert, teilweise verängstigt, nicht erzogen und meistens noch nicht stubenrein.
Eine Pflegestelle zu sein bedeutet viel Arbeit, Geduld, Zeit, Toleranz und Herz.


weiterführende Links:

Wie werde ich Pflegestelle?
Welches Pflegetier sollte es sein?
Pflegestelle, Ihre Aufgaben
Die Entscheidung fällt
Pflegestellen, die rechtliche Seite
Die Vermittlung Ihres Pflegetieres

Haben Sie sich nun entschieden, für uns als Pflegestelle tätig zu sein? Dafür im Namen der spanischen Nasen ein dickes "Dankeschön"!
Nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Zu finden unter "Kontakt".

Unsere Hunde und Katzen, für die wir Pflegestellen suchen, finden Sie auf der Vermittlungsseite: hier klicken.

Nun bleibt nur noch, Ihnen viel Spass mit Ihrem neunen "Familienmitglied auf Zeit" zu wünschen....


Ein offenes Wort an die, die gerne selber Pflegestelle für unsere Tiere werden möchten:

Wir möchten darüber informieren was unsere Tierschutzarbeit ausmacht und was Sie eventuell erwarten kann.
Manchmal kann es sein, dass ein Tier aus dem Tierschutz nicht genau der Beschreibung der Homepage entspricht oder sich im Nachhinein eine Krankheit bei dem Tier herausstellt, von der wir leider vorher nichts wussten. Das ist keine Absicht, aber TIERSCHUTZ ist keine Bilderbuch-Geschichte, die immer mit einem Happy-End endet. Weiß Gott nicht.

Habt Ihr eine Vorstellung davon, was die Tierschützer vor Ort leisten? Nein, bestimmt nicht. Sogar wir alle, die wir schon einmal vor Ort gewesen sind, können es nicht wissen, nur erahnen. Könnt Ihr euch vorstellen, was es bedeutet, teilweise mehr als 16 Stunden täglich für die Tiere im Einsatz zu sein? Tote Tiere, halbverhungerte Tiere, misshandelte Tiere zu sehen und aufzunehmen. Tagtäglich gehen die Tierschützer vor Ort an ihre psychische sowie physische Belastungsgrenze. Es ist jeder Tag ein Kampf aufs Neue. Ein Kampf, der viel Kraft und Energie kostet. Die Tierschützer vor Ort müssen sich mit Menschen plagen, die keinen Respekt vor Tieren haben. Sie müssen zu Behörden laufen und betteln. Sie betteln um Geld, damit die Tiere mit dem Nötigsten versorgt werden. Und selbst hier stecken viele Tierschützer vor Ort noch ihre privaten Mittel mit rein…Es ist auch schwer vorstellbar was es bedeutet, jeden Tag aufs Neue zu kämpfen. Jeden Tag das Elend live !!!! (nicht auf Fotos) zu sehen und mit zu erleben.

Dazu müsst Ihr wissen, dass die Tierschützer vor Ort meistens KEINE ausgebildeten Tierpfleger oder gar Tierarzthelfer sind. Es handelt sich zum größten Teil um freiwillige Mitarbeiter, die sich hier und da mal etwas abgeschaut haben, wenn es überhaupt genügend freiwillige Helfer gibt. Die Prioritäten vor Ort beschränken sich dann auf des Wesentliche: die ohnehin, aufgrund der Überfüllung, gestressten Hunde so gut es geht medizinisch und mit Futter zu versorgen.

Eine ganz genaue Beschreibung und Beobachtung der Verhaltensweisen ist da einfach nicht drin. Können wir ihnen wirklich ein Vorwurf machen, dass es NICHT aufgefallen ist, dass ein Hund humpelt? Natürlich gibt es Dinge, die hätten dort auffallen und uns gesagt werden müssen. Keine Frage, finden wir auch nicht ok! Uns liegt nichts ferner als ein Tier auf die HP zu nehmen, das uns als gesund beschrieben wird und so sich im Nachhinein herausstellt, dass es doch die eine oder andere Krankheit oder Blessur oder Behinderung hat.

Dabei müssen wir uns immer wieder vor Augen halten: Wir sprechen hier von TIERSCHUTZ-TIEREN, ganz lapidar einmal ausgedrückt von SECOND-HAND-TIEREN...
Jedes Mal wieder bitten wir um genauere Beschreibungen der Tiere, und einiges hat sich schon zum Positiven verändert. Keiner der Tierschützer vor Ort enthält uns Dinge vor, weil eine böse oder niederträchtige Absicht dahinter steckt - nein, auf keinen Fall!! Das heißt nicht, dass wir es für in Ordnung ansehen, wenn uns Informationen nicht mitgeteilt werden.

Deshalb bitten wir um Nachsicht, den Tieren zu Liebe, wenn sie in einem schlechteren Zustand nach Deutschland oder Österreich gebracht werden, als beschrieben. Es sind lebendige Wesen, die eine Chance auf ein gutes Leben verdient haben und völlig unschuldig an ihren Misshandlungen sind. Mitleidige Menschen sind ihre einzige Hoffnung. Und diesen sollte es egal sein, ob sie mit Milben kommen (sind behandelbar) oder mit großen Fellverletzungen (ist nur ein Schönheitsfehler) oder sonst wie auf immer entstellt. Ihr Charakter ist das einzig entscheidende. Und der entwickelt sich. Er befreit sich über die Dauer der Zeit von seinen Verletzungen, wenn nur der Mensch Geduld, Einsicht, Rücksicht und genug Liebe aufbringen kann.

Das wäre unsere große Bitte an alle potentiellen Pflegestellen.
Schaut in das Herz und nicht auf die geschundene Gestalt, wenn Ihr ein Tier aus dem Tierschutz bei Euch aufnehmt. Aber vergesst auch nicht die tierische Sicht Eurer eigenen Tiere. Sie sehen das unter Umständen nicht so. Für sie ist der Neue erstmal ein Eindringling, den sie nicht kennen und schon gar nicht lieben. Auch hier braucht es Zeit und Geduld die Tiere aneinander zu gewöhnen und miteinander vertraut zu machen. Es können Wochen oder Monate vergehen bis es gelungen ist.
Wenn Ihr dazu bereit seid, werdet ihr gute Pflegestellen sein können.

Quelle: http://www.aspafriends.de/ (teilweise umgestaltet)

 



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