Windhunde sind ganz besonders Gefährten des Menschen. Ursprünglich wurden Windhunde für die Hetz- und Treibjagd auf schnelle Tiere wie Gazellen und Hasen gezüchtet. Windhunde jagen auf Sicht und mit enormer Geschwindigkeit – es handelt sich um die schnellsten Hunderasse der Welt. Der Körper dieser Tiere ist an die langen Hetzjagden angepasst, denn er ist gleichzeitig sehr leicht und enorm muskulös. Windhunde verfügen über viel Ausdauer sowie einen starken Sehsinn. Ursprünglich wurden sie zwar als Jagdhunde gezüchtet, heute werden Windhunde jedoch meist als Haustiere gehalten. Gelegentlich werden in bestimmten Ländern auch Windhundrennen veranstaltet. Die pfeilschnellen Vierbeiner gelten als freundliche, umgängliche und sensible Haustiere, die jedoch viel Auslauf benötigen.

Welche Windhunderassen gibt es?

  • Eine der bekanntesten Windhundrassen ist der Afghanische Windhund – auch Afghane genannt. Diese Rasse wird bis zu 14 Jahre alt und erreicht ausgewachsen eine Schulterhöhe von 63 bis 74 cm. Der Afghane ist sehr athletisch und braucht viel Auslauf. Er ist sehr selbstständig und ordnet sich ungern unter, weshalb er eine konsequente und geduldige Erziehung benötigt. Der Afghanische Windhund ist sehr feinfühlig und braucht viel Zuwendung. Fremden gegenüber ist er zurückhaltend. Der Afghane hat sehr langes Fell, das alle Farben aufweisen kann.
  • Eine weitere bekannte Rasse ist der Greyhound, der zu den schnellsten Windhunden gehört. Ein erwachsenes Tier verfügt über eine Schulterhöhe von 68 – 76 cm. Greyhounds werden bis zu zwölf Jahre alt. Die Tiere haben glattes und dichtes Fell in den Farben schwarz, weiß, rot oder grau. Wie alle Windhunde braucht auch der Greyhound sehr viel Auslauf. Er gilt als ruhig, anschmiegsam und sensibel.
  • Der Deerhound wird auch Schottischer Windhund genannt und zählt zu den bekanntesten Hunderassen unter den Windhunden. Er ist verhältnismäßig groß, ausgewachsen erreicht er eine Schulterhöhe von 71 – 78 cm. Er und hat raues, drahtiges Fell, das meist rotbraun, grau, gelb oder sandfarben ist. Der Deerhound wird bis zu zwölf Jahre alt. Er gilt als ruhiges und sensibles Haustier, der jedoch wie alle Windhunde sehr viel Auslauf benötigt. Aufgrund der Größe und Athletik des Schottischen Windhundes sollten seine Halter ihm viel Lebensraum zur Verfügung stellen – idealerweise ein weitläufiges Grundstück zum Austoben.
  • Der Polnische Windhund zählt zu den größten Tieren unter den Windhunden. Sein Fell ist kurz und derb und kann in sämtlichen Farbvarianten vorkommen. Der Polnische Windhund hat eine Besonderheit: Im Gegensatz zu anderen Windhundrassen ist er sehr leichtführig. Das macht ihn auch für Anfänger zu einem passenden Weggefährten. Der Polnische Windhund braucht viel Bewegung, so dass er sich vor allem für ländlich wohnende Halter eignet. Mit einer Schulterhöhe von 68 – 80 cm gehört der Polnische Windhund zu den größten Tieren dieser Rasse. Er wird bis zu 14 Jahre alt.
  • Auch der Irische Wolfshund ist überaus groß. Ausgewachsen erreicht er eine Schulterhöhe von 71 – 85 cm. Charakterlich gilt er als sanfter Riese. Man sollte ihm strikte Führung und viel Auslauf bieten. Leider hat der Irische Wolfshund mit circa acht Jahren eine sehr kurze Lebenserwartung. Er hat raues, kurzes Fell, das meist grau, braun, schwarz oder weiß ist.

Wir haben hier fünf bekannte Windhundrassen neben dem Galgo vorgestellt. Es existieren jedoch noch einige Hunderassen mehr in der FCI Gruppe 10. Im Internet wie unter www.hundund.de/hunderassen/fci/windhunde.html und in der Fachliteratur findet man Informationen über alle Windhunderassen.

Hunderasse Galgo

Häufige Fragen über Windhunde

  1. Sind Windhunde für Anfänger geeignet? Windhunde sind sensible und treue Weggefährten. Meist werden diese Hunderassen von erfahrenen Hundefreunden gehalten. Doch auch Anfänger können Windhunde halten, wenn sie viel Auslauf und klare Regeln bieten können.
  2. Wie schnell sind Windhunde? Windhunde sind pfeilschnell und erreichen eine Geschwindigkeit von circa 70 km/h.
  3. Windhunde aus dem Tierschutz? Wer einen Windhund halten will, kann den auch über den Tierschutz vermittelt bekommen. Oft handelt es sich um Tiere, die in Ost- und Südeuropa als Straßenhunde gelebt haben. Windhunde, die ein schweres Leben hinter sich haben, benötigen besonders viel Geduld und Einfühlsamkeit.
  4. Was sind Windhunderennen? In Großbritannien und Irland werden häufig professionelle Windhundrennen auf Rennbahnen veranstaltet. In Österreich, Deutschland und der Schweiz findet man diese Rennen glücklicherweise vergebens, weil diese verboten sind. Hunderennen sind  in Österreich und Deutschland verboten. Gründe sind hier unter anderem der Tierschutz. Hingegen wird  in Großbritannien, Irland und Teilen der USA wie beim Pferderennen auf die Hunde gewettet.

Insgesamt können wir festhalten: Windhunde sind treue und sensible Vierbeiner sind, die ihrem Halter viel Liebe geben können.

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